Habe mir gestern vorgenommen, dass ich wieder mehr Fahrrad fahren möchte
Mal gucken, wie lange das Vorhaben hält …
re:publica 13 – ein Rückblick

(cc) Tony Sojka
Kaum hatte sie angefangen, war sie gestern auch schon wieder vorbei – die diesjährige re:publica. Und aus der euphorischen Tweets, wie toll denn auf der #rp13 alles sei, wurden leicht depressive Tweets, wie Schade es doch wäre, dass schon wieder alles vorbei sei. Und das völlig zu Recht! Denn es war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung. Zwar interessierten mich nicht so viele Vorträge wie im letzten Jahr, dafür war es mehr ein Klassentreffen, so wie es die beschreiben, die schon länger diese Veranstaltung besuchen. Im Innenhof rumhängen, quatschen, Bier trinken, eine gute Zeit haben.
Und die Vorträge, die mich interessiert hätten, verpasste ich teilweise auch leider, zum Glück ist das Team dieses Jahr sehr schnell damit, die Vorträge bei YouTube hochzuschubsen. Dafür waren die wenigen Vorträge, die ich sah, sehr gut gewählt.
Tim Pritlove erweckte (mal wieder) einen Drang in mir, es vielleicht doch mal mit dem Podcasten zu versuchen. Denn was er da mit seinem aktuellen Großprojekt Podlove auf die Beine stellt, war mir zwar bekannt, aber nicht bewusst: Das Veröffentlichen von Podcast so einfach wie möglich zu machen und auch das Wiedergabeerlebnis so gut wie möglich zu gestalten. Und wenn das alles (was noch zu beweisen ist) so gut klappt / klappen wird (was bei einigen seiner eigenen Podcasts aber schon sehr vielversprechend aussieht), wie Tim sich das vorstellt, dann wäre das sehr sehr großartig.
Und was an Tims Vortrag auch wieder so bemerkenswert war, dass man wieder gemerkt hat, wie sehr ihm dieses ganze Podcast-Thema doch am Herzen liegt, wie sehr er dafür brennt und wie sehr er doch darum kämpft, dass es noch einfach wird, Eigenes zu veröffentlichen und anderes zu konsumieren. Ich bewundere es jedes Mal, was für einen weiten Blick Tim doch über den Tellerrand hat.
Ein weiterer Vortrag, der sehr viel Leidenschaft und Feuer versprühte, war der Rant von Johnny Haeusler und seiner Frau Tanja (von Johnny auch schon auf Spreeblick textlich verbloggt), zur »Lage der Jugend«. Für manche bestimmt eine sehr einseitige Beleuchtung der Situation, für mich haben Tanja und Johnny aber viel Wahres an- und ausgesprochen. Ich für meinen Teil habe vieles wiedererkannt, wovon ich schon immer den Eindruck hatte, dass es während meiner Schulzeit schon schief lief, es heute noch viel schiefer läuft und ich irgendwie immer den Eindruck hatte, dass ich einer der wenigen wäre, der das so sieht. Und ich war sehr erfreut, so etwas mal aus dem Mund »älterer Herrschaften« (Verzeihung Johnny und Tanja, aber ihr könntet meine Eltern sein) zu hören. Viele richtige und wichtige Ansätze, die den Bildungsministerien, Lehrern, Erziehern, Sozialpädagogen, und was es nicht alles gibt, mal vorgetragen werden sollten. Immer und immer wieder. Einfach nur, um Diskussionen zu entfachen.
Dass so viele Leute so großes Interesse an dem Vortrag von Christine Heller und Jochen Mai zeigten, sollte dem ein oder anderen Arbeitgeber vielleicht zu denken geben. Denn die Stage war bis auf den letzten Platz belegt und viele standen, um ja nicht zu verpassen, wie man denn seine persönliche Branding Kampagne entwickelt und man dadurch von seinem neuen Traumjob gefunden wird. Das Ergebnis: Man muss viel tun, um aufzufallen und damit Jobangebote zu einem kommen und nicht umgekehrt. Es wurden aber auch schon viele Ideen verbrannt und die Frage ist, wann sich solche kreativen Bewerbungen wiederholen und Personaler dadurch gelangweilt sind. Spannendes Thema auf jeden Fall.
Ein bisschen mehr Interesse für das Thema hätte ich mir für das Ironblogger-Panel gewünscht. Dafür war er sehr familiär, weil die meisten anwesenden Ironblogger aus ganz Deutschland waren – Und wie es sich für echte Ironblogger gehört, hatte fast jeder ein Bier am Hals. Neben dem Familiären war es auch schön zu hören, dass sich das Prinzip »Ironblogger« immer mehr durch Deutschland verteilt und schon einige Städte inzwischen dabei sind und somit, neben Berlin, auch Hamburg, Kiel, der Ruhrpott und Stuttgart Ironblogger zusammengefunden haben.
Ach ja, den obligatorischen Überraschungsvortrag von Sascha Lobo verpasste ich, da wir es vorzogen, uns im The Bird einen Burger reinzuziehen. Gute Wahl. Denn viel verpasst scheint man nicht zu haben, stellte ich beim Nachgucken fest. Erwähnenswert ist allerdings sein neues Projekt Reclaim Social Media, mit dem man alles, was man so täglich ins Netz bläst, automatisch wieder ein WordPress auf seinem eigenen Blog werfen kann. Was ich eine super Sache finde und mir das Ganze dann auch mal direkt aufgesetzt habe. Ab sofort läuft unter thelarsen.de/reclaim der ganze Spaß. Noch ist es allerdings ein wenig Pain in the Ass, das ganze aufzusetzen, wenn man nur mittelmäßige Ahnung hat. Die Dokumentation soll aber erweitert und verbessert werden.
Und da, wie schon erwähnt, ich einiges verpasste, stehen noch folgende Vorträge auf meiner Watchlist: Das heilige Abendmahl, Das vernetze Auto, Der Montag liebt dich, Nilz Bokelberg und Karkus Herrmann, Das Ende der Arbeit
tl;dr – es war wieder super, ich hatte eine Menge Spaß und freu mich schon jetzt auf die re:publica 14.
vor-re:publica Sonntag
Nachdem ich den Sonntag heute im Büro verbrachte, um mit halbwegs gutem Gewissen meinen wohlverdienten Bildungsurlaub (nutzt den mal, euer Chef wird euch dafür hassen, dass ihr dieses Wort kennt) die nächsten drei Tage auf der Re:publica zu verbringen, lasse ich grad den Abend mit einem Whiskey und dem, mal wieder überlaufenden, Feed-Reeder auf Balkonien ausklingen.
Außerdem freue ich mich, dass ich nicht, im Gegensatz zu vielen anderen, durch die halbe Republik gondeln muss, sondern dieses »Klassentreffen des Internets« praktisch vor der Tür habe. Die machen aber auch teilweise eine Panik. Ich freue mich einfach nur auf ein paar interessante Vorträge und das ein oder andere Bier mit alten Bekannten und neuen Gesichtern. Also eigentlich alles wie beim letzten Mal. Prost.
Ich möchte mehr Coden lernen, oder es zumindest mehr verstehen
In HTML/CSS bin ich eigentlich ganz fit. Meine erste Berührung damit hatte ich irgendwann im Sommer 2007, im Rahmen eines Volkshuchschul-Kurses. Und genau so gruselig wie es klingt war es auch. Für die groben Basics und das allgemeine Verständnis war es gut. Allerdings war der Dozent schon nicht mehr auf aktuellstem Stand und hielt Tabellen noch für das Nonplusultra. Autodidaktisch brachte ich mein Wissen dann auf einen aktuelleren Stand, was bis heute dafür reichte.
Statische Webseiten bauen, fertige (WordPress)-Themes nach eigenen Wünschen anpassen, in der Zusammenarbeit mit Entwicklern ungefähr wissen, worauf es ankommt – alles kein Problem. Gut für einen Grafiker, aber in letzter Zeit merke ich, dass es mir zu wenig ist, was ich weiß und kann auf diesem Gebiet.
Nun bin ich ein Fan von »Learning by Doing. Ein bisschen Kuration durch andere ist aber immer ganz nett. Da ich es hasse, solche Sachen durch Bücher zu lernen, meldete ich mich heute mal spaßeshalber bei Codecademy an. Hier soll man angeblich online das Coden lernen. HTML+CSS, PHP, jQuery, JavaScript, Python, Ruby und APIs – das alles soll man da online lernen können. Ich habe jetzt die ersten 30 % der Basics (HTML/CCS) durch und bin echt angetan von dem Dienst. Links wird einem vorgegeben, was die Aufgabe ist, rechts hackt man seinen »Code« ein und hat auch gleich eine WYSIWYG-Ansicht. Wenn man meint, die Aufgabe erledigt zu haben, wird der Code auch gleich überprüft, ob alles richtig ist. Bisher war es zwar alles Urschleim, was ich machen durfte, war aber eine nette Auffrischung meines Wissens.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es die perfekte Art für mich ist, neue Sachen zu lernen und hoffe, dadurch endlich mal wieder ein paar echte Fortschritte zu machen und mit der Hilfe von Codecademy auch mal ein gefährliches Halbwissen in richtigen Programmiersprachen zu bekommen. Man darf gespannt sein!
Prinz Pi – Kompass ohne Norden
Seit letzter Woche Freitag ist das neue Album »Kompass ohne Norden« von Prinz Pi draußen. Dank den Amazonen bekam ich es schon zwei Tage vor Release geliefert und seit dem läuft es bei mir in Dauerschleife. Großartiges Teil. Besonders hat es mir der Titeltrack angetan, zu dem es jetzt auch ein Video gibt. Grandios!
Ich kann übrigens nur jedem Pi-Fan empfehlen, die bevorstehende Tour im Herbst zu besuchen. Denn auch live macht das Album eine gute Figur, wovon ich mich schon beim Release-Konzert letzte Woche überzeugen durfte.
Balkonien ist eröffnet
Ach Kinners, is’ dit schön. Endlich kann man begründete Hoffnung haben, dass der Frühling endlich Einzug in dieses Land hält, was ja auch allerhöchste Eisenbahn ist.
In Anbetracht dessen, bestellte ich schon letztes Wochenende Blumenkästen, kaufte gestern Erde und Pflanzen und verwurstete das ganze dann auch noch direkt zu meiner ersten eigenen Balkonbepflanzung meines Lebens. Yeah!
Und jetzt sitze ich hier in Mitten meines Machwerkes von Erdbeeren, Basilikum, Veilchen,Lavendel, Tomaten, Erdbeerminze und noch anderem Grünzeug, dessen Namen ich schon wieder vergas. Aber die Hauptsache ist ja, es sieht gut aus, woll?
Dann werde ich jetzt noch ein wenig das Internet nach schönen Balkonutensilien (wie z.B. Tischdecken) durchsuchen und danach einfach nur noch in den Himmel starren und Schäfchenwolken auf blauem Himmel zählen.

Tach! Ich bin 



